Wer in den 80-Jahren ein Computerspiel startete, für das man eine Internetverbindung brauchte, musste viel Geduld aufbringen. Und auch wenn das Spiel dann geladen war, so war mehr als eine VGA-Grafik nicht möglich. Das hat sich schlagartig mit ISDN geändert. Eigentlich war der neue Standard als Videotelefonie versprochen worden, doch dafür war es noch zu langsam. Aber die Spieleentwickler merkten schnell, dass sie hier eine große Chance haben.

Recht schnell gab es Spiele, deren Hauptsoftware auf einem PC lief, die aber auch Daten aus dem Internet luden und damit zum Beispiel Multiplayer möglich machten.

Eine andere Industrie, die erst durch ISDN einen Boom erlebte, waren die Online-Kasinos. Wer heute bei Anbietern wie Gratorama  nachschaut, wird sehen, das zwar die Grafiken der Slotmaschinen und Tischspiele besser geworden sind, Grundfunktionen aber die gleichen sind.

Mit den ersten schnellen Internetleitungen konnte man nämlich schon Spielautomaten programmieren, die schnell genug auf dem Computer des Nutzers liefen. Überhaupt waren die ersten Kasinos noch eine Software, die man herunterladen musste. Diese holte sich dann nur die Daten, die sie brauchte, um zum Beispiel Spielstände zu aktualisieren oder Angebote zu veröffentlichen. Heute sind die modernen Online-Kasinos längst Browser-basiert. Man muss sich keine Software mehr herunterladen, sondern kann einfach über den Browser spielen. Und die meisten Seiten sind auch für mobile Geräte optimiert, so dass man auch auf dem Handy Poker oder Roulette spielen kann.

Was zu ISDN-Zeiten allerdings noch nicht möglich war, waren die Live-Roulette und Like-Poker-Angebote, die viele Online-Kasinos heute haben. Hier werden von einem echten Roulette- oder Pokertisch Kameraaufnahmen live übertragen, so dass man das Gefühl hat, tatsächlich in einem Kasino zu sein.

Auch viele andere Spiele sind heute so programmiert, dass man sie im Browser spielen kann, auch dank neuer mobiler 4G/LTE-Netze. Oftmals gibt es sogar eine App für mobile Geräte, die versucht die Datenmengen gering zu halten, wenn man keine Flatrate hat.