Heute haben wir dank ADSL2+ und Glasfaser schon rasend schnelle Verbindungen, aber was wird die Zukunft bringen? Wie kann das Internet noch schneller werden?

Zum einen ist da die mobile Technik. LTE (auch 4G genannt) ist heute schon das schnellste mobile Internet aller Zeiten, und die großen Telekomunternehmen arbeiten schon am 5G-Standard. In manchen Ländern gibt es keine Festnetzanschlüsse mehr, sondern kleine Modems, die mit einer SIM-Karte und LTE zu Hause betrieben werden. Dafür sind keine Kabel mehr notwendig, lediglich Funkmasten.

In den eigenen vier Wänden wird dagegen Glasfaser immer beliebter. Die Vorteile liegen auf der Hand: Glasfaser hat keine Verluste durch Entfernungen von Schaltkästen oder zu vielen Benutzern an einem Knotenpukt, kann aber ein Vielfaches an Daten transportieren. Einziger Nachteil: Auch Glasfaser muss verleget werden, und das kann teuer werden, vor allem auf dem Land.

Es scheint eher, dass sich VDSL eine Zeitlang durchsetzen wird, das schneller als ADSL ist, jedoch keine neuen Leitungen braucht. Ein nächster Schritt wäre dann GDSL, ein Giga-DSL, dass immer noch auf Kupferkabeln wie ISDN beruht, allerdings mehrere dieser Kabel gleichzeitig nutzen kann. Im Augenblick wird die 1Gigabit/s-Grenze angepeilt. Alphabet hat mit Google Fiber versucht, Pilotprojekte mit superschnellem Internet in den USA zu starten, ist aber noch nicht viel weitergekommen. Ein neuer Standard aus den USA ist DOCSIS (Data Over Cable Service Interface Specification), mit dem ebenfalls bestehenden Leitungen (auch die aus ISDN-Zeiten) genutzt werden können

Eine große Herausforderung dürfte das Internet of Things werden, bei dem Geräte permanent Daten senden, auch wenn sie nicht benutzt werden. Zu den Fernsehern, Computern, Telefonen und Tablets kommen dann noch Kaffeemaschine, Heizung und Alarmanlage hinzu. Das kann schnell zu einer Überlastung der lokalen Netze führen. Deshalb wird nicht nur an der Geschwindigkeit gearbeitet, sondern auch an den möglichen Bandbreiten der Internetanbieter. Die Frage ist, ob auch hier das Moorsche-Gesetz gilt und irgendwann eine technische Grenze erreicht sein wird.